Die „Power-Week“ als Produktivitätsfaktor

Nach einigen Diskussionen über die nicht änderbaren schlechten Schallschutzmaßnahmen in unserem alten Großraumbüro (Straßenlärm bei geöffneten Fenstern, Drucker die von dem ganzen Stockwerk genutzt wurden,…), und einem neuen Mitglied in unserem Entwicklerteam, entschieden wir uns dem Occupy-Movement zu folgen. Wir besetzten also einen Meetingraum (für eine volle Woche) und begannen dort  mit unserer „Power-Week“.

Regeln für die Power-WeekTony Schwartz‘ Artikel „The Magic of Doing One Thing at a Time“ bestärkte uns in dem Bestreben erstmal zu definieren wann „Ruhezeiten“ sind, und wie diese auszusehen hatten bzw. wann man für Störungen „zur Verfügung“ stehen wollte.

Wichtig war für gemeinsam im Team zu arbeiten, und damit schnell zu hervorragenden Ergebnissen zu gelangen.

Für die Power-Week hatten wir das perfekte Thema – ein technisches und grafisches redesign (JS-Framework, Usability, neue Steuerelemente) der Suchformulare unserer Seite. Um diese Aufgabe in einer Woche bewältigen zu können bestand das Team aus vier Entwicklern, einem UX-Designer und dem ProductOwner, der sich ebenfalls zu dieser Power-Week commitete.

Dienstags (8 Tage später) mussten die Suchformulare testbar sein, da schon Personen für den Usertest eingeladen waren.

Transport der HardwareMit diesen Bedingungen startete die Power-Week.
Montags um 8:00 versammelten wir uns dann im Großraumbüro und besprachen kurz das Vorgehen für den „Umzug“. Als ScrumMaster hatte ich einen Wagen besorgt, um Hardware (Monitore, Telefon, Switches udgl) und Software (Teammitglieder) in unsere neuen Räumlichkeiten transportieren zu können.

Meetingraum Genf - vorherMeetingraum Genf - nachherNachdem alles angeschlossen war und der ProductOwner die einzige Möglichkeit darstellte wie „die Welt“ mit dem Team kommunizieren konnte war eine „sichere“ Umgebung geschaffen.

Thomas bei der arbeit im Raum Genf Auch unser UX-ler fand im „neuen Büro“ seinen Platz und konnte das Team tatkräftig mit seinem Input zu den neuen Steuerelementen unterstützen.

Er stand somit jederzeit zur Verfügung, wenn es Fragen bezüglich der Usability oder des Designs gab, was kürzest mögliche Entscheidungswege bedeutete.

Ich bat unseren PO am Ende der Woche einen Kommentar für den Blog abzugeben, hier sind seine Worte:

„Im täglichen Doing ging es relativ gut von der Hand. Der Sprint war erfolgreich, ich kann die positiven Punkte nochmals stichpunktartig hervorheben:

  • Der größte Pluspunkt: eine ruhige Arbeitsatmosphäre, kein lautes
    Großraumbüro neben der Autobahn. Dadurch musste auch niemand einen Kopfhörer aufsetzen, um sich vor dem Lärm zu schützen, und so bekam jeder mit, was der andere tat und dachte
  • An spontanen Diskussionen/Fragestellungen konnten sich alle sofort beteiligen
  • Es gab ein Thema, nicht viele kleine, was positiv zur Motivation beitrug. Das know-how war im kompletten Team vorhanden, somit konnte auch jeder zum Erfolg beitragen
  • Dadurch, dass wir nur ein Thema bearbeitet haben, war es dann auch der Erfolg aller am Ende des Sprints“

Mit dem heutigen Tag sind die neuen Suchformulare auf unserer wichtigsten Seite (www.holidaycheck.de) verfügbar, nachdem sie die letzten Wochen für einen kleineren Teil unserer Nutzer auf der österreichischen Seite online gegangen waren.

Hier noch ein paar Screenshots der Formularelemente:

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Engineering, Management, Teamspirit von Markus Wissekal. Permanenter Link des Eintrags.

Über Markus Wissekal

Markus Wissekal ist seit 15 Jahren in der IT-Branche tätig. Im Jahr 2008 entwickelte er eine tiefe Begeisterung für agile Prinzipien und Methoden wie Scrum, Kanban und vielen Lean-Ansätzen. Ab 1.8.2015 ist Markus als Akkreditierter Kanban Trainer, agiler Coach und LegoSeriousPlay Facilitator verfügbar. Wenn Sie Interesse an einem Training in der DACH Region haben, oder Interesse daran wie Kanban, Scrum oder Lean in Ihrem Unternehmen funktionieren können, dann hinterlassen Sie mir doch eine Nachricht.

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