Über Felix Rüssel

Felix Rüssel beschäftigt sich seit 2002 mit agilen Methoden und Projektmanagement. Mit Leidenschaft unterstützt er seine Kunden dabei eingefahrene Denkmuster und Strukturen zu überwinden, um Antworten auf aktuelle Herausforderungen zu finden. Er beschäftigt sich intensiv mit der Skalierbarkeit von Agilität und Fragestellungen die sich aus der Schnittstelle Markt/Business/Umsetzung ergeben. Felix Rüssel ist Scaled Agile Framework Program Consultant (SPC), Certified LeSS Practitioner, Certified Scrum Professional (CSP), Certified Scrum Product Owner (CSPO), zertifizierter Vertriebsingenieur und besitzt Abschlüsse in Informatik sowie Wirtschaft-Ingenieurwesen.

ObjektForum FFM: Agile Softwareentwicklung im Spannungsfeld zwischen Kollegen und Kunde

Am 13. März fand wieder einmal ein ObjektForum in Frankfurt statt. Dieses Mal mit dem Thema „Agile Softwareentwicklung im Spannungsfeld zwischen Kollegen und Kunde„, vorgetragen von Joachim Weiß (Netpioneer).

Es wurden die üblichen Themen besprochen, interessant wurde es bei dem Themenkomplex rund um Teamorganisation und natürlich bei den Themen, die direkt den Product Owner betreffen.

Zentrale Frage bei der Teamorganisation: Verteilt man Arbeit auf Teams und pflegt somit stabile Teams oder bildet man neue Teams sobald neue Projekte anstehen? Die Antwort war eindeutig und zu erwarten: Stabile Teams sind eine Voraussetzung für hohe Produktivität.

Ein interessantes Ergebnis brachte die Frage danach, wie gut der Product Owner den Kunden vertreten kann. Nur bei ca. 10% der Anwesenden wird der PO entweder direkt durch den Kunden gestellt bzw. der PO ist vor Ort beim Kunden tätig. Hier wird klar, welche Optimierungspotentiale gerade an dieser Schnittstelle noch zu aktivieren sind.

Fazit: Guter Vortrag, interessanter Termin!

 

Agile Architektur

Agilität und Software-Architektur sind immer für eine Diskussion gut. Ich kann mich gut an diverse (hitzige) Diskussionen erinnern, in denen von stark traditionell geprägten Architekten gefordert wurde, dass doch bitte die Architektur detailliert im Vorfeld zu erstellen wäre. Zudem müsse man sich zu Projektstart darauf festlegen, welche Referenzumgebungen genutzt werden sollen, welche Technologien relevant sind und wie die nicht-funktionalen Anforderungen im Detail lauten. Das ergebe sich doch automatisch aus dem Scope und überhaupt müssen die typischen Sichten auf die Architektur detailliert geplant und beschrieben werden, bevor mit der Umsetzung begonnen wird. Eine Freigabe des Ganzen vor Eintritt in die Umsetzungsphase ist natürlich auch noch bei den entsprechende Entscheidungsinstanzen einzuholen.

Eine Ansicht, die in einem Phasenmodell ohne echte inkrementelle Elemente nicht ganz unbegründet ist und auch einen gewissen Wert hinsichtlich Identifikation und Bewertbarkeit von Risiken darstellt.

Die Realität: Architekturbeschreibung meist veraltet

Wie sieht die Realität in vielen Fällen aus? Eine Vielzahl an umfangreichen Modellierungsartefakten, eine Architektur die die Änderungen im Projektverlauf nicht abbilden kann. Kurz: Eine anfangs schöne Architekturvorstellung gleitet in einen „Architektursumpf“ ab. Der Ruf nach großen Re-Design Phasen wird laut (neue Dokumente, Modelle, Reviews, Freigaben). Das eigentliche Ziel, lauffähige Software zu liefern gerät schnell in den Hintergrund.

Gehalt für Projektleiter – Zahlen des PMI

Als kleine Ergänzung zu dem Artikel „Karriere und Gehalt im Projektmanagement 2011“ noch ein paar Zahlen vom Project Management Institute (PMI). Laut PMI (PMI Today, Februar Ausgabe) gaben 71% aller Projektleiter an, dass ihre Gehälter in den letzten 12 Monaten gestiegen sind.

Karriere und Gehalt im Projektmanagement 2011

Über Gehalt spricht man nicht?

In meinem Blog Armerkater.de gehören Artikel die sich mit den Verdienstmöglichkeiten und der Karriere im Projektmanagement beschäftigen stets zu den meist aufgerufenen. Beispiele hierfür sind: „GPM Gehaltsstudie für Projektmanagement (2009)„, „Salär für Projektleiter (Schweiz)“ und „Verdienst als Projektleiter„. Kurz: Es besteht großes Interesse an diesem Thema.

Aktuelle Studie der Gesellschaft für Projektmanagement

Die neue Studie „Wer verdient wie viel in der PM-Branche?“ Ergebnisse der Karriere- und Gehaltsstudie für Projektpersonal 2011“ der Gesellschaft für Projektmanagement (GPM) zeichnet hinsichtlich Karriere und Gehalt im Projektmanagement ein weitgehend ernüchterndes Bild: Obwohl die Bedeutung des Projektmanagements stetig zunimmt und in manchen Branchen der Anteil von Projekten und Projektmanagement in der Wertschöpfung schon bei fast 40%  liegt, spiegelt sich dies häufig nicht in besseren Karriere- und Gehaltsmodellen für Projektmanager wieder. So stagniert das Grundgehalt für Projektleiter seit 2008 auf dem gleichen Niveau und eine steigende Verantwortung führt nicht zwangsläufig zu einem besseren Verdienst.